WIR FINDEN, ENTWICKELN, STEUERN IMMOBILIEN UND INVESTMENTS MIT ZUKUNFTSGERICHTETEM BLICK IM SINNE UNSERER KUNDEN

Wir verstehen die Kunst des Handelns

Die jahrzehntelange Erfahrung, die Nähe zu Immobilienmärkten und die enge Vernetzung ermöglichen es uns, Immobilienchancen aufzudecken und in der richtigen Marktphase schnell umzusetzen.

Wir ermöglichen individuelle Investmentlösungen

Institutionellen Investoren steht das komplette Wissen rund um Strukturierung, Produktentwicklung, Immobilienmanagement und Marktentwicklung zur Verfügung, um für sie passende Investmentlösungen zu entwickeln und langfristig zu betreuen.

Wir engagieren uns für Ihre Immobilien

Mit unseren Experten aus den Bereichen Asset und Property Management, Vermietung und Projektentwicklung betreuen wir Immobilien ganzheitlich und verstehen sie bis ins kleinste Detail. Mit zehn Standorten in Europa sind wir jederzeit nah an den Immobilien.
Wir nehmen die Herausforderungen der Zukunft an. Das frühzeitige Erkennen von Marktveränderungen, die Umsetzung von regulatorischen Anforderungen und zukunftsgerichtetes digitales Management sind Teil unserer Unternehmensphilosophie.
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Interview mit Prof. Dr. Sven Bienert, IREBS Universität Regensburg: Die Zeit für Greenwashing ist vorbei

Die Zeit für Greenwashing ist vorbei

Interview mit Prof. Dr. Sven Bienert, IREBS Universität Regensburg – Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die sich auch in Deutschland immer stärker in den gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft niederschlägt. Die Immobilienwirtschaft hat dabei eine besondere Verantwortung: Der Gebäudesektor trägt rund 35 Prozent zum Endenergieverbrauch und rund 28 Prozent zu den CO2-Emissionen bei. Um die vorgegebenen Klimaschutz-Ziele auf Portfolioebene zu erreichen, entwickelt das Asset Management der HIH Invest strategische Maßnahmen mit dem Ziel, portfolioweit den CO2-Verbrauch zu reduzieren, die Energieeffizienz zu erhöhen und Ressourcen zu schonen.

Die HIH Invest steht in engem Austausch mit Branchenverbänden und Wissenschaftsinitiativen. Die Frage, die uns beschäftigt: Wie können Immobilienunternehmen branchenübergreifend und über die Landesgrenzen hinaus ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten? Dazu sprechen wir mit Professor Dr. Sven Bienert, Leiter Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft am IREBS Institut der Universität Regensburg, der aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Sicht die Rolle der Immobilienwirtschaft im Kontext des sich vollziehenden klimatischen und gesellschaftlichen Wandels untersucht.

Herr Professor Bienert, ist sich die Immobilienbranche ihrer Verantwortung für den Klimaschutz bewusst?

Die Tage in denen „Greenwashing“ reichte, sind schlicht vorbei und auch der letzte institutionelle Marktteilnehmer hat sich auf den Weg gemacht. Klimarisiken, Regulierung und veränderte Marktnachfrage – der Druck, zu handeln, kommt nunmehr von allen Seiten. Speziell die gesetzlichen Vorgaben ausgehend von der EU Offenlegungs- und Taxonomie-Verordnung, aber auch die CO2-Bepreisung in Deutschland waren hier massive Treiber. Zudem erkennen wir in der Immobilienbranche jetzt eine weitere Kraft, die die Dekarbonisierungsbemühungen unterstützt: Banken und andere Finanzinstitutionen, die dem Markt Fremdkapital zur Verfügung stellen, verlangen zunehmend Klarheit über die finanzierten Emissionen – Auswirkungen auf die Kreditpreise und die Kreditvergabe sind bald zu erwarten. Es ist für Investoren nunmehr unerlässlich, eine klare Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen.

Bis spätestens 2045 muss der gesamte Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral werden. Welche Handlungsfelder sehen Sie, um den CO2-Verbrauch von Immobilien zu reduzieren?

Besonders großes Potenzial steckt in den älteren Bestandsbauten. 80 Prozent der Gebäude, die wir in 2045 nutzen werden, sind faktisch schon gebaut. Gängige Maßnahmen sind die Beziehung von grünem Strom, Wassersparvorrichtungen und Abfallreduktion. Darüber hinaus kann der Eigentümer Investitionen in ein neues, nachhaltiges Wärmeversorgungssystem tätigen, Photovoltaikanlagen installieren und auf nachhaltige Kühlmittel in Klimaanlagen umsteigen. Einen besonderen Stellenwert hat jedoch die Erfassung von Verbrauchsdaten. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die bei der digitalen Datenverwaltung und -auswertung unterstützen. Herausfordernd ist in diesem Zusammenhang eher die Datenbeschaffung bei den Mietern, zu deren Verbrauchsdaten die Eigentümer in der Regel keinen Zugang haben. Aus diesem Grund gewinnen grüne Mietverträge und die Anbringung von Smart Metern immer mehr an Bedeutung.

Verbrauchsdaten sind also das A und O. Aber wie bewerten Asset Manager wie die HIH Invest diese Daten für ihre Klimaschutzziele?

Bei IREBS haben wir gemeinsam mit einem internationalen Konsortium den Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM) entwickelt, mit dem Investoren, Asset Manager und andere Stakeholder die CO2-Emissionen von Immobilienbeständen ermitteln und bewerten, inwieweit diese mit den Pariser Klimaschutzzielen in Einklang sind. Dabei werden die eigenen Verbräuche unterschiedlicher Energieträger und F-Gase auf Objektebene in Treibhausgase umgerechnet und klimaschutzkonformen Dekarbonisierungspfaden bis 2050 gegenübergestellt. Zudem legt das Tool offen, wann Immobilien wegen zu hoher CO2-Emissionen ihre Marktfähigkeit verlieren, also drohen, zum „Stranded Asset“ zu werden. Das Tool zeigt also, wann spätestens Investitionen in die Verbesserung der CO2-Bilanz notwendig sind.

Wie verträgt sich Klimaschutz mit sozialen Aspekte, allen voran der Frage nach der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum?

Die Immobilienbranche muss ihren Beitrag in Bezug auf reduzierte CO2-Verbräuche leisten, das haben die Unternehmen erkannt und ihre Geschäftsstrategien sowie das Risikomanagement entsprechend angepasst. Aber den Marktteilnehmern ist auch klar, dass die soziale Komponente nicht außer Acht gelassen werden darf: Spezifisch im Wohnbereich muss beachtet werden, dass die ohnehin schon hohen Mieten nicht weiter nach oben getrieben werden. Ökologische Ziele dürfen nicht zulasten der Leistbarkeit der vermieteten Wohnungsbestände erfolgen. Hier ist die Politik gefragt, Anreize zu schaffen, um das Mieter-Vermieter-Dilemma abzuschwächen, welches durch die moderate deutsche Eigentumsquote besonders schwer wiegt. Zur sozialen Frage gehören aber auch Mobilitätskonzepte und Stadtentwicklung, wo die Immobilienbranche aktiv mit Kommunen zusammenarbeitet, um beispielsweise das Stadt-Land-Gefälle abzudämpfen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Bienert.

https://www.crrem.eu/

https://www.irebs.de/

https://www.uni-regensburg.de/wirtschaftswissenschaften/immobilien-bienert/home/index.html


Interview mit Steven Pringle, GRESB: Intelligente Messsysteme sorgen für Verlässlichkeit

Intelligente Messsysteme sorgen für Verlässlichkeit

Interview mit Steven Pringle, GRESB – Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die sich auch in Deutschland immer stärker in den gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft niederschlägt. Die Immobilienwirtschaft hat dabei eine besondere Verantwortung: Der Gebäudesektor trägt rund 35 Prozent zum Endenergieverbrauch und rund 28 Prozent zu den CO2-Emissionen bei. Um die vorgegebenen Klimaschutz-Ziele auf Portfolioebene zu erreichen, entwickelt das Asset Management der HIH Invest strategische Maßnahmen mit dem Ziel, portfolioweit den CO2-Verbrauch zu reduzieren, die Energieeffizienz zu erhöhen und Ressourcen zu schonen.

Die HIH Invest steht in engem Austausch mit Branchenverbänden und Wissenschaftsinitiativen. Die Frage, die uns beschäftigt: Wie können Immobilienunternehmen branchenübergreifend und über die Landesgrenzen hinaus ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten? Zum ersten Teil unserer dreiteiligen Interviewserie sprechen wir heute mit Steven Pringle, Director Member Relations GRESB. Die Organisation wurde 2009 von einer Reihe von Investoren gegründet, welche den Zugang zu vergleichbaren und zuverlässigen Daten über die Umwelt-, Sozial- und Verwaltungs-Performance ihrer Investitionen erleichtern wollten.

Herr Pringle, ist sich die Immobilienbranche ihrer Verantwortung für den Klimaschutz bewusst?

Die Immobilienunternehmen haben erkannt, dass allgemeine Absichtserklärungen nicht mehr ausreichen. Die Entwicklung des Selbstbildes basiert nicht mehr darauf, wie Unternehmen in ESG-Berichten über sich selbst berichten. Heute entsteht das Image auf der Grundlage von öffentlichen Verpflichtungen und darum, wie die Wirkung der Klimaschutzmaßnahmen des Unternehmens überprüft werden können.

Welche Rolle spielt das Engagement von Initiativen wie GRESB aus Ihrer Sicht dabei, um das Klimaschutzengagement in der Immobilienbranche zu fördern?

Viele Investoren haben unterschiedliche Klimaziele, aber die Ziele, die nach Ansicht von GRESB zunehmend an Bedeutung gewinnen, sind diejenigen, die sich auf Netto-Null-Ziele, regulatorische Berichterstattung sowie physische und Übergangsrisiken beziehen. Die GRESB-Bewertung und die zugrundeliegenden Daten sind auf viele dieser Ziele ausgerichtet und werden sich an die sich ändernden Anforderungen der Investoren anpassen. Der GRESB-Benchmark-Bericht ist das erste Instrument, mit dem die ESG-Leistung eines Portfolios im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten und der Immobilienbranche als Ganzes ermittelt werden kann.

GRESB wurde 2009 gegründet. Wie haben sich die Anforderungen seitdem verändert?

Investoren und Gesetzgeber fordern zunehmend Transparenz über Nachhaltigkeitsaspekte, das spiegelt sich auch in der Weiterentwicklung des Bewertungsverfahrens von GRESB wider. Als wir angefangen haben, Informationen über Nachhaltigkeit zu sammeln, mussten die teilnehmenden Unternehmen lediglich belegen, dass sie Zugang zu Informationen über die Energieverbräuche und CO2-Emissionen ihrer Bestände haben. In Zukunft wird eine hohe Bewertung – egal ob durch GRESB oder durch andere Initiativen – nicht nur davon abhängen, ob die Daten verfügbar und zugänglich sind. Die Daten müssen verlässlich aufzeigen, in welchem Ausmaß sie zu einer Dekarbonisierung der Immobilienbestände beitragen.

Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung, insbesondere im Hinblick auf die gestiegenen Anforderungen an die Datenerfassung, Dokumentation und Berichterstattung?

Die Digitalisierung spielt eine große Rolle, da sie es Gebäudeeigentümern ermöglicht, ihren Energieverbrauch zu quantifizieren und Pläne zur Reduzierung zu erstellen. Wenn Sie keinen Einblick in Ihren Energieverbrauch und die daraus resultierenden Kohlenstoffemissionen haben, ist es schwierig festzustellen, welche Teile des Gebäudebetriebs am energie- und kohlenstoffintensivsten sind. Hier sind intelligente Messsysteme und fortschrittliche Gebäudemanagementsysteme für die Leistungsmessung von entscheidender Bedeutung.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Pringle.

GRESB | Global ESG Benchmark for Real Assets


HIH Invest kauft weiteres Objekt für Nahversorgerfonds

HIH Invest kauft weiteres Objekt für Nahversorgerfonds

  • Modernisierter Markt in Küps/Bayern
  • Mehr als 4.200 Quadratmeter Einzelhandelsfläche
  • Vollvermietet, langfristiger Ankermieter ist REWE
  • Fonds „Perspektive Einzelhandel: Fokus Nahversorgung“ jetzt mit 21 Objekten im Portfolio

Hamburg, 13. April 2022 – Die HIH Invest Real Estate (HIH Invest) hat per Asset Deal ein Nahversorgungszentrum in Küps von einem privaten Verkäufer erworben. Das 21. Objekt im Portfolio des Spezialfonds „Perspektive Einzelhandel: Fokus Nahversorgung“ bietet eine Gesamtmietfläche von 4.224 Quadratmetern. Der Markt in der Lessingstraße 13-15 in Küps ist seit über 20 Jahren am Standort etabliert und ein regional bedeutendes Nahversorgungszentrum. Ankermieter ist REWE – als einziger Vollsortimenter vor Ort. Das Objekt wurde 2021 umfassend modernisiert. Im Zuge dessen verlängerte REWE den Mietvertrag zur Standortsicherung um 15 Jahre. Weitere Mieter sind der Textildiscounter KiK – ebenfalls seit 20 Jahren im Objekt – und zwei weitere Einzelhändler: ein Küchenstudio und ein Einrichtungsgeschäft. Letztere Flächen sind unbefristet vermietet und seit 2010 ebenfalls langfristig am Standort vertreten. Das Objekt ist vollvermietet.

Jens Nagelsmeier, Head of Transaction Management Retail & Healthcare sagt: „Der bonitäts- und umsatzstarke Ankermieter REWE sichert durch den langfristigen 15-jährigen Mietvertrag mit Verlängerungsoption den Cashflow: 90 Prozent der Jahresmieteinnahmen generiert das Nahversorgungszentrum aus dem systemrelevanten Lebensmitteleinzelhandel. Sowohl die Miet- als auch die Umsatzanalyse weisen im Vergleich zu Benchmarks nachhaltige und marktgängige Werte auf und lassen auf eine positive, wirtschaftliche Entwicklung des Objektes schließen. Nahversorgungszentren und Supermärkte profitieren von ihrer Resilienz. Die Umsätze des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland nahmen laut GfK von 2016 bis 2020 um 18 Prozent zu. Gerade Vollsortimenter profitieren vom zunehmenden One-Stop-Shopping.“

Mit dem Ankauf des Nahversorgungszentrums in Küps sind bereits mehr als 400 Millionen Euro im Fonds „Perspektive Einzelhandel: Fokus Nahversorgung“ investiert. Das Objekt leistet einen strategiekonformen Beitrag für den weiteren Portfolioaufbau des in der Investitionsphase befindlichen Fonds. Seine Allokation sieht Fachmarkt- und Nahversorgungszentren mit einer Einzelhandelsnutzung von mehr als 80 Prozent in verkehrsgünstigen Stadtteil- oder Stadtrandlagen vor. Derzeit liegt die Einzelhandelsnutzung portfolioübergreifend bei über 90 Prozent. Für das Risikoprofil Core und Core Plus kommen wirtschaftlich stabile, deutsche Standorte in Frage. Die Zielgröße je Einzelinvestment liegt zwischen 10 und 40 Millionen Euro.

Das Nahversorgungszentrum liegt in zentraler Lage von Küps und bietet knapp 200 kostenfreie PKW-Stellplätze und eine komfortable Anfahrt- und Abfahrtsituation mit hervorragender Sichtbarkeit direkt an der Durchgangsstraße des Ortes, der B173, die die Städte Kronach und Lichtenfels verbindet. In der unmittelbaren Nachbarschaft befinden sich ein Getränke- und Spirituosenhandel, Tedi und gastronomische Angebote. Das fußläufige Einzugsgebiet wächst durch aktuelle Bauprojekte. Küps ist zwischen den benachbarten Mittel- und Oberzentren Kronach, Lichtenfels und Kulmbach eingebettet. Die sozioökonomischen Bedingungen sind stabil und sprechen für gute Rahmenbedingungen, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel.

Die rechtliche und steuerliche Due Diligence wurde von der Anwaltskanzlei Baker Tilly Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Frankfurt am Main durchgeführt. Die technische und die ESG Due Diligence zeichnete C.P.H. Projekt- und Baumanagement GmbH aus Hamburg.

„Der bonitäts- und umsatzstarke Ankermieter REWE sichert durch den langfristigen 15-jährigen Mietvertrag mit Verlängerungsoption den Cashflow: 90 Prozent der Jahresmieteinnahmen generiert das Nahversorgungszentrum aus dem systemrelevanten Lebensmitteleinzelhandel. Sowohl die Miet- als auch die Umsatzanalyse weisen im Vergleich zu Benchmarks nachhaltige und marktgängige Werte auf und lassen auf eine positive, wirtschaftliche Entwicklung des Objektes schließen. Nahversorgungszentren und Supermärkte profitieren von ihrer Resilienz. Die Umsätze des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland nahmen laut GfK von 2016 bis 2020 um 18 Prozent zu. Gerade Vollsortimenter profitieren vom zunehmenden One-Stop-Shopping.” Jens Nagelsmeier, Head of Transaction Management Retail & Healthcare HIH Invest Real Estate